Aktuelles

Kleine Kuckuckshäuser kommen groß raus

SCHNEIDHAIN – HBV verabschiedet sich mit Kindersitzung aus der Kampagne

Taunus Zeitung vom 21.02.2023 / Esther Fuchs

Rappelvoll und knallig bunt präsentierte sich die Heinrich-
Dorn-Halle zur Kindersitzung. FOTOS: FUCHS

Das Mitmachlied ist schwungvoll und stimmt Klein und Groß auf den närrischen Nachmittag ein. Der Schneidhainer Heimat- und Brauchtumsverein feiert am Sonntag Kindersitzung mit allem, was dazugehört.

Tradition ist Pflicht – und so wird der große Tag der kleinen Narren klassisch mit Gong, Tusch und fröhlicher Musik eröffnet. Die Heinrich-Dorn-Halle ist sehr gut besucht und die Narrenschar ausnahmslos kostümiert. Selbst die Kleinsten liegen bei Mama als Bienchen oder Clown im Arm. Ältere Geschwisterkinder tummeln sich mit Cowboyhut oder Indianerfeder am Bühnenrand. Alicia Goncalves und Sarah Kipp begrüßen ihr Publikum mit lautem „Helau!“ Im Laufe des Nachmittags werden sie als Tänzerinnen und Moderatorinnen zu hören und zu sehen sein.

Das „Fliegerlied“ lässt die Stimmung gleich abheben und macht Lust auf mehr – von der Bühne, aber gerne auch von der Theke. Denn in der Küche zaubern die HBV-Aktiven Herzhaftes und Süßspeisen. Selbstverständlich dürfen auch die obligatorischen „Fastnachtskreppel“ nicht fehlen. Henri, Emilia, Marta, Greta und Johanna haben einen Sketch einstudiert. Auf der Bühne spielen sie eine „Schulstunde“ nach. Henri liegt auf dem Tisch und schläft im Unterricht. Was die Lehrerin dazu sagen wird? Die ist alles andere als entzückt und droht mit einer Beschwerde bei der Mutter. Henri setzt die Pädagogin wortreich matt.

Die Pointen im Sketch sind auf die jungen Zuschauer im Saal zugeschnitten. Johanna’s Papa Ralf hat die muntere Kinderschar motiviert und die Texte mit den Grundschülern einstudiert. Der Applaus nach der gelungenen Aufführung spricht für sich.

Gut gelaunt geht es tänzerisch weiter. Die HBV-„Bambinis“ haben ihre Matrosenuniformen angezogen und stechen auf der Bühne in See. „Aloha-he“ singen und tanzen die Kinder in blau-weißer Montur und geben nach einer Zugabe weiter an die Büttenredner Adrian und Max. Die berichten als Ältere im Doppelpack. Die „Schuljungs“ knöpfen sich Lehrer, Unterricht und Hofpausen vor.

Es wird geschunkelt und gelacht. „Der Zug, der Zug, der Zug hat keine Bremse“ – schallt es durch die Heinrich-Dorn-Halle. Die „Konfetti“-Garde des KV Schloßborn weiß das und tanzt für die Schneidhainer Kinder einen abwechslungsreichen Gardetanz.

Die „Sweet Angels“ des HBV übernehmen und wirbeln über die Bühne. Der Popsong „No Drama“ wird mit Modern-Dance-Einlagen gespickt und so zu einem besonderen Highlight.

Der Kindergarten Purzelbaum sendet einige Minuten später musikalische Grüße aus. Die Vorschulkinder haben mit Renate Ernst und Simone Spilling einen originellen Tanz vorbereitet. Als kleine Füchse bezaubern Jungs und Mädchen die großen und kleinen Kuckuckshäuser im Saal.

Im Sommer werden die Kinder in die Grundschule kommen. Dann werden sie sicherlich in der nächsten Kampagne bei den HBV-Tanzgruppen mitmachen. Denn die Schneidhainer Fastnacht ist bekannt dafür, ihre Balletts aus dem eigenen Nachwuchs zusammenzustellen. Passend dazu runden die Grundschulkinder in der HBV-Tanzformation „Lollipops“ den gelungenen Nachmittag ab. efx

Als kleine Füchse grüßten die Kinder des Kindergartens von
der Bühne der Narrhalla.

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Gelungener Testflug über das Kuckucksnest

SCHNEIDHAIN – Stadtteil-Narren melden sich mit neuem Sitzungsformat aus der Corona-Pause zurück

Taunus -Zeitung vom 20.02.2023 von Esther Fuchs

Der Auftakt aller Schnaademer Tanzgruppen gab eine glänzenden Eindruck von der starken Nachwuchsarbeit in Kuckuckshausen.

Lange hatte der Schneidhainer Heimat- und Brauchtumsverein (HBV) sein Geheimnis gehütet. Wie würde das neue närrische Sitzungsformat nach allzu langer Corona-Zwangspause wohl aussehen? Diese Frage wollte im Voraus keiner beantworten.

Am Samstag jedoch war es so weit, da lüfteten die Stadtteil-Narren. In Kuckuckshausen, wie Schneidhainer ihren Ort zur fünften Jahreszeit nennen, startete der Testballon in eine neue karnevalistische Zeitrechnung.

Vorweg: Der Ballon flog hoch und kam an. Das neue Sitzungsformat wurde mit Beifall und Helau gefeiert und wird nächstes Jahr in die zweite Runde gehen.

Die Musik- und Showband des Fanfarencorps’ Königstein eröffnete den Abend mit blank geputztem Blech und Trommelwirbel. Die Tanzballetts füllten die Bühne. Aus Schloßborn kam die Maxigarde vorbei.

Bis zum Anschlag war die Heinrich-Dorn-Halle mit Närrinnen und Narrhalesen gefüllt. Dr. Michael Pfeil, der noch in der letzten Session vor Corona das närrische Zepter alleine von Gerhard Heere übernommen hatte, führte nun mit Marco Montana durch den Abend.

Das Team Pfeil und Montana moderierte nicht nur im Duett, sondern trug auch aktiv zum Abendprogramm bei. Mal nahmen sie sich gegenseitig auf die Schippe, mal protokollierten sie aus der Bütt. Und das nicht etwa am Stück, sondern häppchenweise über den Abend verteilt. Mit Wortwitz berichteten sie also bis in die späten Abendstunden, was „Schnaadem“ bewegt.

Musiker, Tänzerinnen, Redner, Sänger, Komödianten, Künstler und Kabarettisten zündeten dazu ihr buntes Unterhaltungsfeuerwerk. Lollipops, Bambinis, Sweet Angels, Schnaadem City Girls, Kuckucksweiber und Männerballett begrüßten in großer Formation das Publikum – unter das sich auch Bürgermeister Leonhard Helm (CDU) und Teile seiner Magistratskollegen gemischt hatten.

Aus der Kernstadt waren aber nicht nur die politischen Honoratioren „angereist“, sondern auch die närrischen Kollegen. Nachdem die Schneidhainer in der Vorwoche noch mit den Plaschis in Falkenstein gefeiert hatten, stand jetzt der Gegenbesuch des Narrenclubs an.

Burgfräulein Angelika I. hatte zwar für einen Abend ihre Krone samt hoheitlicher Robe gegen ein schickes Fastnachtskostüm getauscht. Zum Neustart des Stadtteil-Karnevals war aber natürlich auch sie dabei, um mit den Kuckuckshäusern zu feiern.

Marco Montana und Michael Pfeil freuten sich über die vielen Gäste und lobten erst einmal die Entwicklungen im Ortsteil: „Schnaadem hat gut profitiert und sich an den richtigen Ecken profiliert. Kinderbetreuung, Netto, Sportplatz. Alles neu. Zum Schluss ein Feuerwehrgerätehaus-wie ich mich freu!“

Danach mahnten sie aber auch mit erhobenem Zeigefinger: „Offen ist noch – das ist quasi ganz neu und wird bald wachsen. Das Donath-Gelände wird bebaut. Macht bei der Stadt keine Faxen! Ein Plan muss her, wie viel Wohngebiet und Gewerbe – das sind Fragen lasst uns hier die besten Ideen zusammentragen!“

Außer Frage stehen die großen Verdienste, die sich Gerhard Heere als Macher und langjähriger Sitzungspräsident um die Fastnacht im Stadtteil erworben hat. Mit entsprechendem Nachdruck dankten die Schneidhainer dem Ehrenpräsidenten der „Schnaademer Fassenacht“ im Laufe des Abends für dessen Jahrzehnte langen Einsatz.

Dass der sich gelohnt hat und immer noch lohnt, zeigte ein Blick auf den starken närrischen Nachwuchs im Stadtteil. Die fetzigen Showeinlagen der „Lollipops“ und der „Bambinis“ machen Hoffnung, dass aus kleinen Fastnachtern einmal große und begeisterte Narren werden.

So wie das Ralf von Cleef und Moritz Grafe bereits sind. Während der eine Kabarett und Comedy verband, sprach der andere über Männer und deren Multitaskingtalente, kranke Hunde und Handwerker.

Im Duett besangen Sascha Jäger und sein Kumpel „Maria“ die Liebe – mit Beinhaaren und Kittelschürze. Das brachte Stimmung in den Saal, die mit dem Auftritt von Elvis-Imitator Gerald Dinis noch befördert wurde.

Die „Sweet Angels“ boten einen besonderen Showtanz und übergaben an die Schnaadem City Girls, die reichlich Après-Ski-Stimmung auf die Gäste in der Narrhalla rieseln ließen. Und da die Schlager-Welle schon mal so gut im Rollen war, surften die Kuckucksweiber sie gleich mit und tanzten zu Hits von Udo Jürgens und Beatrice Egli.

Das Männerballett kündigte das große Finale an. Sieben Freddy Mercurys rockten die Halle und sorgten für den gelungen Ausklang der Schneidhainer Kostümsitzung.

Marco Montana und Dr. Michael Pfeil dankten Gerhard Heere für dessen langjährigen Einsatz in der Schnaademer Fassennacht

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Doppelte Mission für die gute Laune

SCHNEIDHAIN Michael Pfeil hat als Protokoller und Sitzungspräsident die Fäden in der Hand

Schneidhain startet mit Frühschoppen in die Kampagne

Taunus-Zeitung vom 15.02.2023 / Esther Fuchs

Gut gelaunt im Einsatz für die Schneidhainer Fastnacht: Präsident und Protokoller Dr. Michael Pfeil.FOTO: E. Fuchs

Das Protokoll ist schon fast fertig geschrieben. Nach zwei Jahren Coronapause habe der Schneidhainer Kuckuck ausreichend Zeit gehabt alle Vorkommnisse im Ort zu beobachten, erklärt Michael Pfeil. Er wird die Schneidhainer HBV-Narren dieses Jahr endlich wieder als Protokoller begrüßen. Ebenso übernimmt Pfeil auch wieder das Amt des Sitzungspräsidenten.

Protokoller ist Michael Pfeil schon seit längerem. Der Vater Karl-Ludwig ebnete ihm den Weg. Der Senior war Ortsvorsteher. Auch der Junior sitzt im Ortsbeirat.

Die Freude, Beobachtungen zur fünften Jahreszeit nicht ganz ernst gemeint mit erhobenem Zeigfinger weiterzugeben, hat Michael Pfeil also vom Vater mitbekommen. Das Amt des Sitzungspräsidenten übernahm er 2020 von Gerhard Heere.

Gerade tippt Michael Pfeil wieder an seiner Rede, die noch den letzten Schliff bekommen soll. Die Fastnacht am Ort liegt ihm am Herzen. Sie fördere das Brauchtum und den Zusammenhalt, sagt er. Das sei in der heutigen Gesellschaft wichtig.

Sein ehrenamtliches Engagement sieht Pfeil als Ausgleich zum stressigen Job. Er arbeitet in der Chemie- und Pharmaindustrie. Der promovierte Biochemiker ist beruflich weit gereist, lebte schon in der Schweiz und in den USA.

An Schneidhain schätze er die Menschen und die Vereinswelt. „Dazu gehört für mich natürlich der HBV.“ Der Heimat- und Brauchtumsverein ist Ausrichter der Fastnacht im Ort.

Die Kampagnen hier sind sehr beliebt. „Unsere Tanzgruppen sind alles Eigengewächse“, lobt Michael Pfeil denn auch. Der Kuckuck schaffe es von Beginn an, das Dorf zur fünften Jahreszeit über die Grenzen hinweg bekannt zu machen.

„Das bringt uns eine gute Mischung im Publikum. Von den ganz Jungen bis zu den Alten hat hier jeder seinen Spaß. Neubürger und alt Eingesessene feiern zusammen. Wir sehen uns als Familie“, lobt der Präsident und Protokoller.

Etwas wehmütig blickt er zurück. 2020 startete Pfeil mit viel Elan und neuen Ideen ins Amt. Er stand für die nächste närrische Generation, die bei Gott Jokus anklopft. Die Pandemie habe Planungen ausgebremst. Doch der Verein und besonders die Fastnachter haben den Aktionsplan dieses Jahr wieder aus der Schublade geholt. So hält auch Michael Pfeil seine Narrenkappe griffbereit. Das dreifach donnernde Helau muss er nicht mehr einüben.

Die Rede als Protokoller schon noch ein wenig. Dafür stellt sich Gattin Freia als Publikumsersatz zur Verfügung. Bis zum Auftritt sollten also alle Pointen sitzen. Und so ganz ohne Feiern sei die Pandemiezeit dann ja doch nicht verlaufen. Die Balletts hätten an der Kerb im vergangenen Sommer schon einmal eine Kostprobe ihres Könnens gegeben.

Mit neuer Choreographie und neuen Liedern stehen die Tänzerinnen nun wieder in den Startlöchern. Als Präsident habe er das natürlich schon erfahren, sagt Pfeil augenzwinkernd und überrascht am Ende noch mit weiterer Kunde: „Ich möchte nicht zu viel verraten, aber wir Schneidhainer werden dieses Jahr ein ganz neues Format auf der Sitzung ausprobieren.“ Welches das ist? Das sehen Fastnachter dann am Samstag, 18. Februar. Um 19.11 Uhr startet die große Kostüm- und Kappensitzung mit Büttenreden, Musik und Tanz. efx

Die orangefarbenen Lametta-Röcke glitzern im Scheinwerferlicht. Die Arme schwingen nach rechts, die Beine nach links. Die Musik aus den Lautsprechern ermuntert zum Mitschwingen.

In Schneidhain ist am Sonntagvormittag die Laune bereits gelockert, nachdem die „Sweet Angels“ als zweite Tanzformation die Bühne rocken. Die Fastnachter in Kuckuckshausen, wie sich Schneidhain zur fünften Jahreszeit nennt, feiern Kampagnen-Eröffnung.

Nach zweijähriger Coronapause knüpft der Heimat- und Brauchtumsverein (HBV) an seine Tradition an. Den Sonntag vor der Kostüm- und Kappensitzung gilt der Kampagnen-Auftakt. Um 11.11 Uhr ist die Narrhalla geöffnet. Klein und Groß nehmen an den bunt dekorierten Tischen in ihren Kostümen Platz. Bei freiem Eintritt werden beim Frühschoppen in der Heinrich-Dorn-Halle schon einmal einige Programmpunkte gezeigt, die auf der Kostümsitzung am kommenden Samstag und der Kindersitzung am Sonntag, präsentiert werden.

Nach zwei Jahren Pause sind die Tische am Vormittag schnell besetzt. Unter den Gästen fühlen sich auch Königsteins Erster Stadtrat Jörg Pöschl und Stadtälteste Evelina Ebeling wohl.

Als die „Sweet Angels“ tanzen, richten sich die Blicke nach vorne. Die neun Mädchen bewegen sich im Takt zu bekannten Popsongs. Dem Applaus folgt die Zugabe.

Durch das abgespeckte Programm führt Dr. Michael Pfeil. Er hatte vor Corona das närrische Zepter von Gerhard Heere übernommen und ist Präsident des Schneidhainer Fastnacht. Pfeil steht für die nächste Generation im HBV.

Zur Kampagneneröffnung hat er sich einen Freund zur Seite geholt, der unterstützt. Marco Montana ist wie Pfeil und die meisten anderen HBV-Fastnachter waschechter Schneidhainer mit Fastnachts-Gen. Seit der Kindheit feiert er zur fünften Jahreszeit mit. Während der Eröffnung blickt er dem Präsidenten über die Schulter und moderiert mit.

Das Herrenduo erfüllt die Erwartungen des Publikums. Neben den „Sweet Angels“ werden noch die Kindertanzgruppen „Bambinis“ und „Lollipops“ auftreten. Tänzerisch eröffnet wurde der Frühschoppen von den „Kuckucksweibern“, den erwachsenen Tänzerinnen, die zum Teil im HBV-Vorstand sind.

Den Vormittag umrahmt HBV-Vize Oliver Ernst musikalisch. Als Discjockey sorgt für gute Laune. Die Aktiven verkaufen Kuchen, Schnitzel und andere Speisen, um die Vereinskasse wieder aufzufüllen. Die Tombola ist dank großzügiger Sponsoren wieder möglich geworden. „Die Tombola ist immer sehr beliebt. Wir haben heute schon viele Lose verkauft“, so die Aussage am Helfertisch.

Am kommenden Samstag wird dann die große HBV-Kostüm- und Kappensitzung von 19.11 Uhr an gefeiert. Dafür gibt es nur noch einzelne Karten zu 12 Euro an der Abendkasse. Am Sonntag, beginnt um 14.11 Uhr die Kindersitzung. Erwachsene zahlen 7 Euro, Kinder 5 Euro direkt an der Kasse. efx

Sweet Angels tanzten zu bekannten Popsongs – efx

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Fastnachter tanzen zum Frühschoppen an

Donnerstag, 09. Februar 2023, Taunus Zeitung / Lokales

Kampagne startet in Kuckuckshausen mit Schnitzel und Ballett – Sechs Formationen am Start

VO ESTHER FUCHS

Die Trainerinnen Lisa Dorn und Katrin Weck (stehend im Hintergrund von rechts) freuen sich mit den „Lollipops“ auf die Höhepunkte der Kampagne im Stadtteil. FOTO: efx

Ein Schritt nach rechts. Ein Tap nach links. Die Arme zur Seite. Sieben Mädchen im Alter von 7 bis 9 Jahren tanzen auf der Bühne der Heinrich-Dorn-Halle zum Takt eines aktuellen Charthits. Die Laune der Nachwuchstänzerinnen wie auch ihrer Trainerinnen ist prima. Schließlich geht es endlich wieder los, wird auch in Schneidhain in dieser Kampagne wieder Fastnacht gefeiert.

Der Heimat- und Brauchtumsverein (HBV) als Ausrichter der Schnaademer Fastnacht ist vergleichsweise gut durch die Coronapandemie gekommen. Nach fast drei Jahren ohne Karneval und Kokolores haben es die Schneidhainer geschafft, die Fastnacht in Kuckuckshausen auf festem Fundament zu halten.

Von ganz besonderer Tragkraft sind dabei die Tanzgruppen, sind die doch traditionell im Stadtteil sehr gut besetzt. Mit sechs Balletts wird der Verein in der laufenden Session aufwarten. Alle Altersgruppen sind vertreten. Vorwiegend weiblich, jung und junggeblieben, sind die Tänzerinnen. Es gibt aber auch ein Männerballett mit Herren im besten Alter. Die Trainerinnen der „Lollipops“, „Bambinis“, „Sweet Angels“, „Schnaadem City Girls“, „Kuckucksweiber“ und des Männerballetts zeigen in geballter Ladung ihr Können. Schließlich feiert die Stadtteil-Fastnacht einen halbrunden Geburtstag. 45 Mal wurde in Schneidhain schon Fasching gefeiert.

Bereits im Sommer vergangenen Jahres hatten die Trainerinnen denn auch ihre Fühler ausgestreckt, um ihre Mädchen zurück auf die Bühne zu bringen. Zur Kerb dann waren die Tänzerinnen wieder mit ersten Auftritten präsent.

Jetzt gilt es, den Choreographien für die anstehenden karnevalistischen Highlights den letzten Schliff zu verpassen. Entsprechend lang brannte in den vergangenen Wochen das Licht in der Heinrich-Dorn-Halle, wurde trainiert und getanzt.

Beim Trainingsbesuch unserer Zeitung sind es die kleinen Lollipos, die gerade an ihrem Tanz arbeiten. Die Mädchen kennen sich aus der Schule. Trotz Corona haben Greta und ihre Freundinnen die Lust am Mitmachen nicht verloren. Greta gehört mit neun Jahren zu den älteren Tänzerinnen und wird bald in eine neue Altersgruppe aufrücken. Derzeit genießt sie aber noch die Übungsstunden mit den Lollipops. Freundin Marta (8) lobt: „Das Beste an den Lollipos sind die Trainerinnen.“ Lisa Dorn und Katrin Weck fühlen sich geehrt. Die beiden Frauen verstehen es, die Kids bei Laune zu halten. Nach den Tanzstunden wird gespielt. Eine kleine Süßigkeit gibt es dann für den Nachhauseweg.

Weck startete ihre närrische Tanzkarriere auch bei den Lollipops. „Da war ich in etwa fünf“, erinnert sie sich. Seit 2011 trainiert sie den Nachwuchs gemeinsam mit Lisa Dorn, die ihr Erfolgsgeheimnis als Trainerin gerne preisgibt: „Tanzen soll Spaß machen. Das steht in Schneidhain im Vordergrund.“ Dorn und Weck sind nicht nur für die Choreographien ihrer Mädchen zuständig. Beide engagieren sich auch als aktive Tänzerinnen in der Gruppe „Die Kuckucksweiber“, die Anke Strotkemper anleitet.

Tänzerinnen gibt es im HBV übrigens auch in der Vorstandsriege. Lisa Dorn ist Schriftführerin, Vereinschefin Christine Grafe-Vidakovich ist ebenfalls in einer Gruppe aktiv.

Komplettiert wird der Stab der Trainerinnen durch Angela Villa und Vivien Trum, Julia Becker und Marie Goncalves sowie Aileen Klinger und Katrin Weck. Letztere stellen sich einer ganz besonderen Herausforderung, wollen sie doch die sieben Herren des Männerballetts taktvoll in Bewegung bringen.

Ein kleiner Vorteil könnte dabei sein, dass in Schneidhain etwas mehr Zeit zum Üben bleibt. Die Fastnachter in Kuckuckshausen gehören nämlich traditionell eher zu den Spätstartern. Man könnte auch sagen: Die Schneidhainer kommen, langsam, aber gewaltig.

Während andere Korporationen ihre großen Sitzungen schon hinter sich haben, ist die heiße Phase der Session im Stadtteil noch nicht einmal offiziell eröffnet. Dafür nehmen sich die Freunde des Karnevals im Stadtteil am kommenden Sonntag, 12. Februar, Zeit. Für 11.11 Uhr laden der HBV und die Ballette zu einem Klassiker der Schneidhainer Fastnacht ein: Der närrische Frühschoppen bei freiem Eintritt und Schnitzel steht an.

Am Samstag, 18. Februar geht es dann um 19.11 Uhr in der Heinrich-Dorn-Halle richtig los. Die Kostüm- und Kappensitzung mit Büttenreden, Musik und Tanz verspricht Kurzweil und gute Laune. Einen Tag später, am Sonntag, 19. Februar, sind von 14.11 Uhr an Kinder, Eltern und Großeltern zur Kindersitzung in die Heinrich-Dorn-Halle eingeladen. Der HBV freut sich auf die Kampagne, viele Besucher und gerne auch neue Mitglieder, die Passagiere an Bord des Narrenschiffs werden wollen.

Wer sich seine Karten für die große Kostüm- und Kappensitzung noch nicht im Vorverkauf gesichert hat, kann bei der Kampagneneröffung am 12.02.23 Ausschau nach Restkarten halten. Der Eintritt zur Kostüm- und Kappensitzung kostet 12 Euro. Für die Teilnahme an der Kindersitzung zahlen Erwachsene 7 und Kinder 5 Euro.

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Volle Fahrt voraus beim Hüttenzauber

Montag, 12. Dezember 2022, Taunus Zeitung / Lokales

SCHNEIDHAIN – Besucher werden mit Bewährtem und Neuem unterhalten – Eisenbahn kommt bei Kindern gut an

Zum ersten Mal in Schneidhain am Start: die Eisenbahn, auf der die Kinder eine Runde drehen können. FOTO: ESTHER FUCHS

Es weihnachtete sehr in Schneidhain, als am Samstagmittag die ersten Buden auf dem Platz vor der Heinrich-Dorn-Halle öffneten. Der Hüttenzauber des Heimat- und Brauchtumsvereins (HBV) bot dieses Jahr besonderen Anlass zum Staunen und Innehalten. Von Weitem leuchteten die Lichterketten. Ein überdimensionierter Schneemann lockte mit seinem Partner, dem Weihnachtsmann, Kinder und Erwachsene auf den Platz. Die aufblasbaren Figuren zogen die Blicke der Hüttenzauber-Besucher auf sich. An den Buden wurden Heißgetränke, Wildbratwurst, frisch eingekochte Marmeladen, Kräuter- und Kernsäckchen, Tonwaren und andere Waren verkauft.

Erstmals hatten Christine Grafe-Vidakovich und ihr Team eine Dampflok mit Anhängern organisiert und dafür die Kontakte zum Dampfbahnclub Taunus spielen lassen. Es knatterte, ratterte und zischte auf dem Platz. Die Hobby-Eisenbahner hatten sich sofort bereiterklärt, mitzumachen. Lok und Anhänger brachten Weihnachtszauber pur.

Vor allem Familien kamen da auf ihre Kosten. Pro Fahrt saßen bis zu einem Dutzend Kinder auf den Anhängern und fuhren einige Runden mit der Bimmelbahn. Die schnaufte und nebelte ihren Rauch in die kalte Winterluft heraus.

Petra und Lisa Dorn schauten dem Treiben aus ihrer Hütte zu. Mutter und Tochter beteiligen sich seit jeher mit ihrer Töni-Werkstatt am Hüttenzauber. Tochter Lisa ist im HBV-Vorstand. Sie lobte die vielen neuen Angebote des Hüttenzaubers. Dazu gehörten nicht nur die Tontopfkreationen und Bastelarbeiten des Mutter-Tochter-Duos. „Die Eisenbahn kommt super an. Wir verkaufen aber auch erstmals Weihnachtsbäume. Alles ist etwas üppiger“, verriet Dorn. Der Hüttenzauber hatte sich zu einem kleinen Weihnachtsmarkt etabliert.

Vereinsvorsitzende Grafe-Vidakovich: „Ja, das stimmt. Nach Corona wollten wir den Schneidhainern und allen unseren Besuchern etwas mehr bieten. Die Eisenbahn ist der Renner, aber auch die Weihnachtsbäume verkaufen sich gut. Wir spenden die Einnahmen an das Kinderhospiz. Die Stadt verdoppelt das Geld nochmal, wie letztes Wochenende in Königstein“ bezog sich Grafe auf den großen Bruder in der Stadtmitte.

Dort hatte sich der Baumverkauf bewährt. „Da haben wir die Restbestände kurzerhand aus der Vereinskasse aufgekauft und bieten sie heute hier an. Wir verdienen daran nichts. Das geht alles ans Kinderhospiz“, erläuterte die Vereinschefin.

Die Besucher waren neugierig auf die bunten Angebote an den Buden. Die Kulisse lud zum Verweilen ein. Lisa Dorn erklärte: „Der Hüttenzauber fand in 2021 nur unter strengen Corona-Auflagen statt. Wir haben unsere Speisen ,to go‘, also zur Mitnahme angeboten.“

Ein Fest mit Gesprächen, Miteinander und Geselligkeit gab es vor einem Jahr also nicht. Dass in 2022 wieder alles möglich war, freute die Gäste, aber auch Bärbel Weyer und Simone Weck. Sie verkauften wieder ihre bewährten Gelees und Marmeladen.

Neues hatten sich die beiden Freundinnen überlegt: „Hier gibt es zum erstem Mal Fischbrötchen und „Gedätschten“, also Schokokuss-Brötchen“, erklärten die beiden. Ferner verwöhnten sie die Besucher mit „Bombardino“, einer hochprozentigen Spezialität aus heißem Eierlikör mit Sahnehaube.

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Schnaademer Sterne

Verein bittet um Spenden für LED-Lichterglanz – Taunus Zeitung vom 08.12.2022

Foto: Dorn

Dem Heimat- und Brauchtumsverein Schneidhain liegt der Stadtteil am Herzen. Das zeigt sich unter anderem an der Weihnachtsbeleuchtung mit den „Schnaademer Sternen“. Nach dem ersten Spendenaufruf Anfang des Jahres konnten im März zehn LED-Sterne bestellt und zehn Straßenlaternen, an der Linde beginnend, technisch aufgerüstet werden. Dies teilt der Vorstand mit und fügt an: „Somit erstrahlt Schneidhain seit dem ersten Advent in weihnachtlichem Glanz. Damit auch weitere Sterne bestellt und Straßenlaternen aufgerüstet werden können ruft der HBV zu einer weiteren Spendenaktion auf.“ Pro Stern entstehen Kosten „von fast 1000 Euro“. Dies seien Ausgaben für den Kauf des Sternes von einem Produzenten aus der Region, für die Halterungen an den Straßenlaternen und für die jeweils einmal notwendige Installation einer Steckdose an der Laterne mit Verkabelung, Hubsteiger und Fachpersonal. Das Einlagern, Auf- und Abhängen übernimmt die Stadt Königstein.

Wer dieses Projekt, als Privatperson oder als Unternehmen, unterstützen möchte darf auf folgende Konto überweisen. Kontoinhaber: Stadt Königstein mit der IBAN: DE96 5125 0000 0013 0350 16; Kreditinstitut ist Taunus Sparkasse (BIC: HELADEF1TSK; Verwendungszweck: Weihnachtsbeleuchtung Schneidhain). Spendenquittungen können für Spenden ab 300 Euro von der Stadt ausgestellt werden (nach der Überweisung unter info@hbv-schneidhain.de den Verein per Mail kontaktieren). red

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