Schnaadem feiert fröhlich Fastnacht
Königsteiner Woche vom 06.03.2025


Königsteiner Woche vom 06.03.2025
Taunus Zeitung vom 04.03.2025 – von Esther Fuchs
Schneidhain – Glitzer überall! Die silbernen Puschel der „Starbreaker“ wippen fetzig im Takt: Die schwarz-weißen Uniformen der Musik- und Showband (Mushoba) des Fanfarencorps Königstein schwingen zur Musik. Das polierte Blech glänzt. „Ihr eröffnet die Sitzung wörtlich mit einem Paukenschlag! Wow“, rufen Dr. Michael Pfeil und Marco Montana, das Präsidentenduo „M&M“. In Schneidhain wird nicht gekleckert, sondern geklotzt. Hier führen gleich zwei das Narrenschiff und danken dem Fanfarencorps und den Tänzerinnen für die fulminante Einlage. Das Publikum in der voll besetzten Heinrich-Dorn-Halle jubelt – der Auftakt zur Kostümsitzung des Heimat- und Brauchtumsvereins (HBV) Schneidhain ist gelungen.
M&M verteilen zwei Anmeldeformulare
Mushobachef Dieter Giese, genannt Schlips, und die Musiker haben gerade erst in „klaa Paris“, in der Hochburg der Frankfurter Fastnacht in Heddernheim, für ihr Können einen Pokal bekommen. Am Honoratioren-Tisch staunen sie. Ganz vorne sitzen Bürgermeisterin Beatrice Schenk-Motzko und der Erste Stadtrat Jörg Pöschl (beide CDU). Die Bürgermeisterin wohnt seit ihrer Amtseinführung in Schneidhain. Im Rock’n’Roll-Kleid greift sie später auch zum Mikrofon und reimt. Für die Protagonisten auf der Bühne spendiert die Rathauschefin Sekt.
Als „M&M“ rufen: „Der Kuckuck hat’s gesehen“, weiß jeder, was kommt. Montana und Pfeil stehen als Protokoller in der Bütt. Die Reise in Reimform geht durch Vereinsleben, Ortsbeirat und Politik. Dort hat sich in den vergangenen zwölf Monaten bekanntermaßen so einiges geändert. Pfeil bilanziert: „Bürgermeisterwahl im letzten Jahr – jetzt ist gewählt, und siehe da, die erste Frau an der Spitze der Stadt, das ist wahr.“
Marco Montana widmet sich derweil dem neuen Quartier im Stadtteil: „Unsere Chance, jetzt nicht mehr neu, die macht das Ortsbild rund, ist nach wie vor das Neubaugebiet auf dem Donath-Grund.“ Dann ergänzt er noch: „Liebe Bürgermeisterin, jetzt darf ich dich auch mal nennen – darf ich mich doch als Fan hier bekennen!“ Schenk-Motzko wird auf die Bühne gebeten, bekommt ein Küsschen und ein Anmeldeformular. Die Bürgermeisterin unterschreibt und reimt eine Rede – und auch Stadtrat Pöschl lässt sich als neues Mitglied führen.
Dann stehen wieder die Tänzerinnen und Tänzer im Vordergrund. Das Kinderballett „Lollipops“ tanzt eindrucksvoll zum Disney-Märchen „Vaiana“. Die „Bambinis“ übernehmen danach. Eine spektakuläre Neonlicht-Show. Pro Farbe ein Lied: „Blue“ für Blau, „Black and Yellow“ für Schwarz und Gelb. Pink wird es mit „Barbie Girl“. „Zugabe, Zugabe!“, rufen die Gäste. Das beflügelt die „Sweet Angels“. Als Cowgirls interpretieren sie den Film „Footloose“. Die „Schnaadem City Girls“ legen mit „Car Wash“ noch eine Schippe drauf. „Looks like an Angel“ singt danach der immer gern gesehene Gast Gerald Dinis als Elvis.
Wolfgang Petry folgt auf Abba
Gnadenlos gut der Auftritt von Ela van der Heijden und Nicole Hülsmann. Das Duo der Königsteiner Plasterschisser grüßt und wirbt für das Plaschi-Spendenprojekt „Moby“ in der Kinderonkologie. Burgfräulein Malva I. muss von ihrer Mutter Ela entschuldigt werden: „Sie liegt mit Grippe im Bett.“ Moritz Grafe und Jens Werner unterhalten mit Wortwitz im Zwiegespräch. Ihre Reise führt zu Antiquitätenhändler Schaller. Doch was, wenn einer nicht richtig hört und dann glaubt, Schiller sei noch am Leben? Das Publikum lacht herzlich.
Die Kuckucksweiber leiten das große Finale mit den Siebzigern und einer schillernden Abba-Show ein. Damit nicht genug: Das Männerballett des HBV „Schwitzi & die Weightwatchers“ sind ein Dutzend Wolfgang Petrys. Der „Wahnsinn!“ folgt auf „Sieben Tage, sieben Nächte“. Zum Abschluss vereinen sich Publikum und Protagonisten zur Schnaadem-Hymne: „In Schnaadem, da bin ich dabei!“ singen sie. Hier leben Tradition und Brauchtum. Und der Kuckuck ruft weiter!
ESTHER FUCHS
https://hbv-schneidhain.de/wp-content/uploads/2025/03/250304-TZ-Grosse-Show-in-Kuckuckshausen.pdf
Königsteiner Woche vom 27.02.2025
Taunus Zeitung vom 10.02.2025 – von Esther Fuchs
https://hbv-schneidhain.de/wp-content/uploads/2025/02/250210-TZ-Kuckucksweiber-sind-gut-drauf.pdf
Hüttenzauber verwandelt Schneidhain wieder in eine gemütliche Weihnachtswelt
Taunus-Zeitung vom 20.12.2024 von Esther Fuchs
Schneidhain – Die kleinen Männlein lachen verschmitzt aus ihren Tonköpfen heraus. Ihr buntes Gewand aus Stoff und Strick verrät Berufsgruppen und Hobbys. Es sind die „Tönies“ von Petra Dorn, ihrer Tochter Lisa Büttner und Schwester Michaela Biber, die alljährlich Besucher nach Schneidhain ziehen und dort zum Kauf der setzkastengroßen Püppchen animieren.
In ihrer festlich geschmückten Bude präsentieren die drei Frauen auf dem Schneidhainer Hüttenzauber auch dieses Jahr wieder eine beeindruckende Auswahl an handgefertigten Figuren. „Jede Figur ist ein kleines Unikat“, erklärt Petra Dorn und ergänzt: „Wir lieben es, mit diesen kleinen Männlein Menschen ein Lächeln ins Gesicht zu zaubern.“ Ihre Schwester Michaela verrät: „Diesmal habe ich noch passende Geschenkkarten dazu gebastelt. So kann man die Tönies direkt mit einer persönlichen Nachricht verschenken.“ Familie Dorn hat sich über Schneidhain hinaus einen Namen gemacht. Die kleinen Figuren sind ein beliebtes Geschenk und locken Liebhaber aus anderen Orten an.
Die sind wieder zahlreich zum Hüttenzauber in Schneidhain erschienen. Wie gewohnt hat der Heimat- und Brauchtumsverein (HBV) an der Heinrich-Dorn-Halle eine gemütliche Weihnachtswelt geschaffen. Der Eingang ist mit einem aufblasbaren, bunt leuchtenden Torbogen geschmückt, und die Besucher werden mit einem fröhlichen „Merry Christmas“ empfangen. Auf dem Platz stehen festlich beleuchtete Tannenbäume, und mittendrin zieht die Dampflok des Dampfbahnclubs Oberursel ihre Kreise. Kleine Wolken steigen aus der Lok in die kalte Winterluft, und Kinderaugen strahlen, wenn die Bimmelbahn eine Runde dreht.
„Die Dampfbahn gehört hier einfach dazu“, sagt Franzi Ernst, die gemeinsam mit ihrer Schwester Julia und den Kerbeborschen eine Hütte betreibt. Die beiden haben sich für den Hüttenzauber als Rentiere verkleidet, mit roten Nasen und kleinen Geweihen auf dem Kopf. Besonders beliebt an ihrem Stand ist der Bombardino – ein heißer Drink aus Eierlikör, verfeinert mit einem Sahnehäubchen. „Bombardino ist perfekt für kalte Winterabende“, erklärt Julia Ernst mit einem Augenzwinkern, während sie zwei Gläser für einen Gast einschenkt. „Er wärmt nicht nur von innen, sondern schmeckt auch richtig gut.“
Baumverkauf läuft parallel
Auch Christiane Onnecken hat mit ihren Produkten viele Anhänger. Die Phytotherapeutin bietet in ihrer Hütte natürliche Helferlein an: Johanniskrauttee für mehr Ruhe und Gelassenheit, Johanniskrautöl gegen Muskelverspannungen oder zur Narbenbehandlung, ergänzt durch selbstgemachte Gelees und Liköre. „Ich bin immer wieder begeistert, wie viele Menschen sich für Naturprodukte interessieren“, ist hier zu hören. Gerade zur Weihnachtszeit suchen viele nach kleinen Geschenken.
Währenddessen versorgt der Heimat- und Brauchtumsverein die Besucher mit Gegrilltem und warmen Getränken. Der Weihnachtsbaumverkauf, der den Königsteiner Verein „Bürger helfen Bürgern“ unterstützt, läuft parallel. Der Hüttenzauber in Schneidhain endet mit vielen guten Gesprächen und dem heimeligen Beisammensein an der Heinrich-Dorn-Halle. „Es ist einfach schön, hier so viele bekannte Gesichter zu treffen und gemeinsam diese besondere Stimmung zu genießen“, sagt Lisa Büttner, die wie ihre Mutter und ihre Tante mit Begeisterung am Stand steht. Auch die Aktiven des HBV und alle Teilnehmer sind am Ende des Tages zufrieden: „Der Hüttenzauber ist jedes Jahr ein Highlight. Es ist so schön zu sehen, wie viel Freude wir den Menschen bereiten können.“
https://hbv-schneidhain.de/wp-content/uploads/2024/12/241220-TZ-Bahn-Buden-und-Bombardino.pdf
von Esther Fuchs – Taunus-Zeitung vom 20.11.2024
Königsteiner Woche vom 14.11.2024
https://hbv-schneidhain.de/wp-content/uploads/2024/11/241114-KW-St.-Martin-in-Schneidhain.pdf