Veränderungen in Schneidhain: Heere legt die Glocke nieder

Kuckuckshausen (hhf) – „Im nächsten Jahr werde ich 70, deswegen gebe ich die Moderation in jüngere Hände weiter“, mit dieser Ankündigung überraschte der langjährige Sitzungspräsident am Ende der 42. Kappensitzung in Schneidhain sein Narrenvolk dann doch ein wenig. Zugegeben, während der langen Jahre hatte es durchaus auch schon Kritik an ihm gegeben, vor allem, wenn er unbeirrbar an seinem Konzept der „Familienfastnacht“ festhielt und das notfalls auch im Alleingang durchsetzte. Unter dem Strich hat sich dieses Konzept aber doch bewährt und „der Gerhard“ sich bis zuletzt als launiger Moderator einen guten Namen gemacht, in diesem Jahr sicher noch einmal eine Schippe dazu gelegt.

Konsequent ist die Entscheidung sicherlich, denn gerade auf die rechtzeitige Einbindung des Nachwuchses hatte der sozialpädagogisch geschulte Obernarr immer Wert gelegt, da musste nun auch er den Platz frei machen, gewiss nicht der falsche Zeitpunkt, „solange es am Schönsten ist“. Natürlich bleibt Gerhard Heere dem Elferrat als aktives Mitglied erhalten und hat auch schon seine wichtigste Aufgabe ausgemacht: „Ich werde den Nachwuchs ausbilden.“

Eine weitere tiefgreifende Veränderung betrifft die Organisation der Faschingsveranstaltungen und geht darüber hinaus: Der im vergangenen Jahr gegründete Heimat- und Brauchtumsverein Schneidhain 2017 e.V. hat mit dieser Kappensitzung nachweislich erfolgreich den früheren Vereinsring als Veranstalter abgelöst. Zum Beispiel die liebevolle Dekoration der Heinrich-Dorn-Halle, vor allem aber auch die (Ton-) Technikmannschaft zeugen von großem Einsatz und Können der „jungen Leute“, die nun das Werk ihrer Vorgänger fortsetzen wollen, oft auch in direkter familiärer Abstammung. Damit erklärt sich auch, weshalb Beitrittsformulare auf der Kappensitzung verteilt wurden – sicher eine interessante Überlegung für echte Schneidhainer.

 

Königsteiner Woche vom 21.02.2018

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