„Schnaadem“ startet mit Frühschoppen in die närrische Zeit

Das Tanzduo „Tanzmäuse“ (Nina Grafe und Lena Dorn) rockten auch zu zweit in ihren gelben Baströckchen die Bühne. Foto: Scholl

 

Schneidhain (gs) – Wenn die Heinrich-Dorn-Halle festlich geschmückt zur Narrhalla wird und halb Schneidhain auf den Beinen ist, dann bricht in „Kuckuckshausen“ die närrische Jahreszeit an.

Auch in diesem Jahr startete die Kampagne mit dem traditionellen Faschingsfrühschoppen und einem närrischen Programm, das die Anwesenden zu begeistern wusste. „Locker vom Hocker“ moderierte der Schneidhainer Sitzungspräsident und Faschings-Urgestein Gerhard Heere die Veranstaltung zum Saisonauftakt. Wie gewohnt wird es auch in diesem Jahr wieder eine „knackige“ Kampagne geben, mit viel Spaß für alle Altersklassen und jeden Geschmack. Nun gibt es beim Frühschoppen traditionell nicht nur ein abwechslungsreiches Faschingsprogramm, sondern auch herrlich knusprige, hausgemachte Schnitzel mit Kartoffelsalat oder aber – wer es lieber süß mag – ein hervorragend bestücktes Kuchenbüffet. Federführend in der Organisation ist hier der Heimat- und Brauchtumsverein Schneidhain (HBV) unter der erfahrenen Leitung von Christine Grafe-Vidakovich, während in der Küche zwei Herren (Jörg Beuth und Kalli Vidakovich) das Zepter in der Hand hielten. So lecker bekocht, konnten die Gäste dann auch schon mal einen Vorgeschmack auf die Tanzkünste der Ballettgruppen und die launigen Vorträge der Büttenredner in der Kappen- und Kostümsitzung erhaschen. In lockerer Stimmung, mit viel Musik und leckerem Essen wurde allerhand geboten. Tänzerisch konnten die „Lollipops“ ihr Publikum problemlos überzeugen.

Obwohl „erst“ fünf bis acht Jahre alt, tanzten sie wie die Großen und hatten zum Schluss auch noch Puste für eine Zugabe, genau wie das Duo „Tanzmäuse“, in Gestalt von Nina Grafe und Lena Dorn. Die Mädels hatten sich kurzentschlossen für einen Auftritt angemeldet und genau das ist es, was den Schneidhainer Fasching ausmacht: Alle können mitmachen und spontane Auftritte sind immer erwünscht! Gerhard Heere freute sich daher auch über die Jugend in der Bütt. So diskutierten Vater (Tim Strothkämper) und Sohn (Adrian Klinger) über allerlei Schulisches und sonstige widrige Lebensumstände. Die Lacher hatten sie auf ihrer Seite und die Zuschauer dankten ihnen die witzige Unterhaltung mit einem großen Applaus. Natürlich darf zu einem solchen Frühschoppen auch der Protokoller (Dr. Michael Pfahl) nicht fehlen, wer sonst könnte so köstlich aus den Interna dieses Stadtteils plaudern?

Die Gäste kamen in den Genuss eines kleinen Auszugs aus seiner Festrede, die u.a. von Nacktschnecken in Hosenbeinen, dem Befinden des Hinkelsteins und ereignisreichen Filmaufnahmen zu berichten wusste. Denkt man dann noch an die vom Protokoller aufgerufene „Helmpflicht“ bei der Stichwahl, so kann die Kappen- und Kostümsitzung am Fastnachtssamstag sicher heiter werden!

 

aus der Königsteiner Woche von Donnerstag, 08. Februar 2018

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